Sommer 2012

Wie sicher bemerkt wurde, hat sich hier schon längere Zeit nichts mehr getan. Einerseits mangelt es an Zeit, andererseits an der Motivation über jedes Spiel Worte zu finden. Dies liegt auch gar nicht an der Mannschaft, die heuer wirklich toll mitspielt und verdient Tabellenführer ist. Viel mehr an der eingekehrten Regionalliga-Tristesse. Woche für Woche das selbe Programm. Die selben Lieder, die selben Dorfplätze, die selben Leute. Einzig die Auftritte in den Stadien von Pasching und Innsbruck waren Ausreißer nach oben. Doch auch dort fand man sich wieder unter seinesgleichen ein. Keine Spur von irgendwelchen gegnerischen Fans. In Innsbruck bummelte sogar stundenlang in der Stadt herum, doch keinerlei Anzeichen von den scheuen Tiroler Wesen. Man kann sich auf das Spiel der Ersten in Favoriten rausreden. Doch bei näherer Betrachtung standen dort auch gerade mal 30 Ha(n)sln herum. Wie auch schon bei den Länderspielen am Tivoli dürfte man eingesehen haben, dass man sich lieber mit seinesgleichen wie Sturm oder Kapfenberg messen sollte.

Zum Sportlichen gibt es wenig zu sagen. Die zusammengewürfelte Truppe zeigt teilweise tollen Fußball und ist bisher noch ungeschlagen. Wenn es in dieser Gangart weitergeht, könnte es eine fantastische Saison werden und uns vielleicht durch das Schlüsselloch in die 2. Division gucken lassen.

Frühjahrssaison 2012

Jetzt hat sich hier schon länger nichts getan, was auch bedingt durch die sportliche Bedeutungslosigkeit der letzten Wochen bedingt. Allerdings sollen doch noch ein paar Worte dazu fallen.

Nachdem es sich bereits abzeichnete, verschlechterte sich das Verhältnis zur Staatsmacht weiterhin. Höhepunkte hier sicherlich die Spielverschiebung in Anif (auf Muttertag um 10:30 Uhr) und der Gastauftritt in Wattens (nur 150 Gästekarten, kein Kauf vor Ort möglich). Gerade Anif war unverständlich, da es zu denen keinerlei Bezug gibt (ausgenommen ein paar Sprechchöre gegen Red Bull). Trotzdem wurden 8 Dienststellen der Polizei geschlossen und zu diesem Spiel abgeordert. Der Anpfiff am Sonntag vormittag und die einheitlichen 10 Euro Eintritt waren dann die Spitze des Eisberges. In Wattens wiederum hatte man Angst vor Tiroler Hooligans (gibts sowas überhaupt?), daher glich der Zugang einem Hochsicherheitstrakt. Neben Polizei war auch ein privater Sicherheitsdienst für die Kontrollen zuständig. Penibel wurde nach jedem ACAB Schriftzug gesucht. Im Endeffekt kam nichts dabei raus und es blieb wie immer ruhig.

Sportlich waren die letzten Monate eher wieder eine Talfahrt. Eisl patzte immer wieder und so blieb das Punktekonto nahezu gleich. Einziger Höhepunkt der Gewinn des SFV-Pokals in souveräner Manier gegen den SAK. Damit ist man nächstes Jahr fix in der 1. ÖFB-Cup Runde gesetzt.

Fanmäßig blieb es auch ohne wirkliche Höhepunkte. Das Standardprogramm wurde heruntergespult und somit die Saison ordentlich beendet. Ein Highlight war allerdings sicher der Auftritt in der letzten Runde in Dornbirn, wo man begleitet von Freunden aus Barletta und Udine, den Frust der Saison von sich sang.

Was bleibt nach dieser Saison? Sportlich hat man sich ins Mittelmaß verabschiedet, die trainerlose Zeit im Herbst hat hier sicherlich das ihrige dazu beigetragen. Mit Thomas Hofer wurde aber ein Trainer für langfristige Aufgaben geholt. Aus Fansicht gab es im Gegensatz zur ersten Saison kaum Höhepunkte, auch hier ist der Alltagstrott eingetreten. Nach der Lizenzverweigerung des LASK bleibt zudem der FC Lustenau in der 2. Division und somit ein Gegner mit einer kleinen Anhängerschaft verwehrt. Hoffen kann man noch auf einen Aufstieg des SAK, wenngleich diese Spiele wohl zu Hochrisikospielen stilisiert und deren Rude Toys sich dahinter verstecken werden.

Jetzt einmal Sommerpause genießen!

Austria Salzburg – Pinzgau Saalfelden 3:1 (5. Mai 2012)

Nach dem Altach Spiel gab es die üblichen Medienberichte, wo wir wieder im Zusammenhang mit schweren Randalen erwähnt wurden. Eigentlich eh schon die altbekannte Leier, diesmal sah sich auch unser Sportliche Leiter bemüßigt ein Statement abzugeben und sprach von einem Kampf gegen die eigenen Fans. Wenn er es auch anders meinte, sind so Aussagen einfach entbehrlich. Professionalität wird somit nicht ausgestrahlt.
Beim Heimspiel war dann bei einigen die Lust nicht mehr vorhanden, es wurde eben der übliche Standardauftritt hingelegt (Fahnen, bisschen Pyrotechnik, Sing-Sang).
Fancops zeigten ihre Hinterfotzigkeit indem sie Räubergeschichten verbreiteten, so wurde von angeblichen Verletzungen gesprochen und wieder mit vorgeschriebenen Polizeizügen gedroht (obwohl jeder weiß das dies völlig unnötig ist). Es zeigt den Charakter der Kiwara, da die selben letztes Jahr noch gemeinsam mit Anhängern Bier soffen und nun die selben anscheißen. Bleibt zu hoffen, dass dies von den meisten schnellstens erkannt wird und man sich lieber mit seinesgleichen abgibt.

Altach Amateure – Austria Salzburg 0:1 (1. Mai 2012)

Dank des ungünstigen Termins (Dienstag, 17 Uhr) machten sich nur 2 Busse (1xUU, 1xFV/LY) auf den Weg ins Ländle. Dazu kamen einige Autofahrer, sodass wohl gesamt rund 150 Violette in Altach vor Ort waren.
Busfahrt verlief ohne irgendwelche Probleme, vor allem der Halt beim Getränkehandel sorgte für gute Laune. Beide Busse kamen zeitgleich in Altach an und sorgten gleich für Aufregung, weil die Herren in Uniform noch nicht bereit waren. So drängten etliche Kleinbusse der Polizei Autofahrer ab, damit sie öffentlichkeitswirksam vor unseren Reisebussen ankamen. Im Gegensatz zum letzten Mal war die Atmosphäre aber sehr entspannt.
Für akzeptable 8 bzw. 5 Euro wurde man in den Gästekäfig gesperrt. Die einzige Neuerung war das 5m hohe Netz nun nicht mehr direkt am Zaun sondern mit einem Ausleger 2 m davor montiert wurde. Zur Ergänzung: letztes Jahr wurde das zerstörte Netz ebenso wie der kaputte Zaun beklagt.
Wie schon erwähnt, kaum etwas los, Stimmung aber doch sehr gut da fast nur Szeneleute anwesend. Zu Beginn zeigte man im Gästeblock ein copACABana-Intro mit passendem Spruchband, verteilten Strohhüten sowie aufblasbaren Palmen und Schwimmreifen. Von Altach war niemand vor Ort, dauert wohl bis zu einem Aufeinandertreffen in der ersten Liga bis man diese endlich abseits ihrer Aufkleber zu Gesicht bekommt.

Sportlich braucht man nicht viel Worte verlieren, toll war es nicht. Stimmung trotzdem ganz ordentlich und bei einigen merkte man sichtlich die lange Anfahrt. Zur Halbzeit ein Spruchband der FV “Ohne Pfeffer aus der Dose, habt ihr nur Scheiße in der Hose!”, als Anspielung auf den letztjährigen Polizeieinsatz. Das Spiel plätscherte vor sich hin, bis dann in der Nachspielzeit der lange verletzte Wührer doch noch für Violett traf. Dem Riesenjubel fiel leider das Netz zum Opfer und das gesamte Gestänge flog herunter. Spieler feierten am Feld noch mit den Choreoutensilien und eigentlich war alles vorbei.

Doch leider kam nun der Auftritt der SKBs. Anstatt über den Baupfusch im Sektor zu ermitteln, wollte man die Schuldigen rausholen. Erwischt hat es dann einen völlig Unbeteiligten, der alleine aufs Klo ging. Einen zweiten wolltens dann aus der Gruppe rausholen was in einer Schubserei endete. Bei den Fans siegte dann aber die Vernunft und alles stieg geschlossen in die Busse und trat die Heimfahrt an.

Austria Salzburg – Bregenz 2:2 (28. April 2012)

Hinspiel wurde 0:4 verloren, heute sollte alles besser werden. Im Endeffekt war davon aber nichts zu sehen und vor allem die Abwehr agierte völlig planlos. Mit Glück dann aber in der 93. Minute das 2:2 aus einem Elfer erzielt.

Auf den Tribünen war relativ wenig los. 34 Grad ließen die Leute eher ins Freibad anstatt auf den Fußballplatz pilgern. Einzig die 15 auswärtigen Zuschauer waren im Vorfeld bekannt, trotzdem wurde uns mal wieder ein Sicherheitsspiel aufgebrummt. Die Gäste kamen daher auch wieder nur hinter das Tor und so bekam man kaum etwas mit. Aber sie schienen ähnlich motiviert wie wir.

Zu Beginn zeigten sie eine Fahne für den Erhalt der Regionalliga und gegen den TFV. Bei uns kamen nur die üblichen Fahnen zum Einsatz. Stimmung wie jede Woche, also nichts besonderes, aber auch nicht schlecht.

Bei Bregenz machte sich innerhalb einer halben Stunde ein Spieler besonders unbeliebt (und auch beim Schiri, so durfte er bereits nach 38 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz). Dieser Brasiliano-Legionär foulte  ziemlich böse, schoss das 0:1 inklusive Torjubel Marke Vollaffe vor unserem Block. Anschließend wurde er gefoult, zettelte eine Rauferei an und flog wegen Unsportlichkeit vom Platz. Solche Spieler hat man gerne, deswegen wollten sich ein paar noch besonders verabschieden.

Danach war es wieder ein ruhiger Sommerkick, bissi Pyrotechnik gabs auch noch, allerdings nichts größeres.

Es sollen auch noch ein paar übermütige Gästefans zurechtgewiesen worden sein, allerdings mangels Masse auch nichts gröberes.

Seekirchen – Austria Salzburg 2:2 (21. April 2012)

Auswärts nach Seekirchen versprach nicht viel und es war auch nicht viel. Anreise individuell, die Zugfahrer wurden am Hauptbahnhof von den Unnötigen erwartet, da sich mit Ried ein harter Gegner angesagt hatte. Egal, wir wollten zur Austria und nahmen die elendslange 15 Minuten Fahrt nach Seekirchen auf uns.

Die Anlage ist schon lange bekannt, traf man in der Vergangenheit bereits mehrmals auf die Seekirchner. Zudem ist das Team rund um die Ex-Austrianer Scharrer und Rottensteiner mit etlichen ehemaligen Spielern von uns gespickt. Diese präsentierten sich dann auch wesentlich besser wie wir, speziell Tormann Eisl zeigte wieder etliche Unsicherheiten. Im Endeffekt wurde ein 2:2 gegen einen vermutlichen Absteiger erreicht, ein Grund zu feiern.

Stimmung war ganz ordentlich, immer wieder untermalt von Pyrotechnik. Zum Schluß hin ein Dauergesang, den einige wohl noch Tage durchsangen um den grandiosen Punkt zu feiern.

SV Hall – Austria Salzburg 1:3

Nachdem es im Herbst schon das Theater rund um dieses Spiel gab und man sich auf einen Platztausch einigte, stand selbes Spiel jetzt im Frühjahr wieder an. Frühzeitig (wie üblich) wurde der Austragungsort bekannt gegeben und dankenswerterweise übernahm man sämtliche Kosten der Tiroler. Gespielt wurde in Oberndorf, welches wohl den meisten nur durch die Stille Nacht-Kapelle bekannt ist. Zu PSV-Zeiten gastierte man allerdings schon einmal auf der netten Anlage mit den Holzbänken und den Wellblechwänden.

Ordnerdienst wurde von der Austria übernommen, Gastro von den Ortsansässigen, einzig Umziehen mussten die Tiroler sich schon noch selber. Damit alles reibungslos abläuft, war sämtliche SKB-Prominenz anwesend. Nebenbei kamen auch 1100 Violette. Lag wohl auch daran weil der tolle ORF keine wöchentliche Fernsehübertragung mehr bringt.

Eigentlich gibts nicht viel zu berichten von diesem Kick. Mannschaft verunsichert, gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten sollte man eigentlich anders aufspielen. Kurve ganz ordentlich, wie auch hier schon die ganze Saison. Erwähnenswert ist eigentlich nur mehr die Gastro, welche neben moderaten Preisen auch Kaffee und Kuchen kredenzte.

Nächste Woche gehts gegen Union Innsbruck. Nach den Vorfällen im Herbst wird es hier sicher mehr zu berichten geben.

Rote Brut Junioren – Austria Salzburg 4:1

Nach 5 Monaten Winterpause war es endlich soweit. Erstes Frühjahrsspiel und das gleich in Klessheim. Wochenlang gab es für viele nur ein Gesprächsthema, die sozialen Medien quollen über mit Hasstiraden gegen die roten Junioren. Um auch die Mannschaft, welche gespickt mit etlichen Neuverpflichtungen und neuem Trainerteam, zu motivieren, wurde seitens der Curva Viola das Abschlusstraining besucht. Im Nachhinein kann man sagen, dass diese Zusatzmotivation ganz und gar nichts half. Vermutlich war auch der Auftritt zu aufgesetzt.

Tags darauf lief es dann schon besser. In der ganzen Stadt sah man violette Gruppen herumlaufen. Ob jetzt an der Kepabmeile oder in der eigenen Bude, violett dominierte! An alter Wirkungsstätte in Lehen gab es das obligatorische Treffen bzw. Fotoshooting. Neben unzähligen Austrianern schwirrten auch Pressefotografen in den ersten Reihen herum. Auch kein alltägliches Bild. Man merkte aber schnell, dass Sylvester für viele heuer kürzer dauerte und so konnte hinz und kunz Pyrotechnik mitnehmen. Was an Flaschen- und Böllerwürfen auf die davor stehenden Anhänger leiwand sein soll, wird aber wohl auch nie geklärt werden. Der Marsch selber war diesmal wie erwartet. Etwa 1000 Leute marschierten anfangs durch Lehen, leider ist die Stadt Salzburg ob ihrer Größe für viele undurchschaubar und so teilte sich das ganze nach einer Weile. Ob der Weg hinter den öffentlichen Red Bulls immer der bequemste ist? Seis drum, es passt einfach zu unserem Verein, dass nichts wirklich geordnet abläuft.

Beim Stadion kam man unspektakulär an, selbst mit dem Wissen einer geöffneten Süd war kein wirkliches Krippeln vorhanden. Jeder weiß wer die Stadt regiert. Der ORF wollte es dann aber doch genauer wissen und beging einen Anfängerfehler. Diesen im Nachhinein medial auszuschlachten ist ganz unteres Niveau. Aber man ist es gewohnt von der Medienlandschaft (giornalisti terroristi!).

Einlasskontrollen waren diesmal verstärkt, erstmals kam es das jemand Ermäßigungsausweise kontrollierte. Obwohl viel Material draußen blieb, entfachte der Gästeanhang trotzdem als einziger Feuer. Zum Sportlichen braucht man nicht viel sagen. Lustlosigkeit und fehlende Fitness gepaart mit Unvermögen helfen gegen eine quasi Profitruppe nichts. Einige Herren dürften sowieso noch in der Winterpause hängen geblieben sein, ansonsten ist deren Auftreten nicht rechtzufertigen.

Viel besser war der Auftritt des Gästeblocks. Das die Stimmung nicht überdrüber wird, dürfte jedem vorher schon eingegangen sein. Es war allerdings trotzdem ein sehr guter Auftritt für österreichische Verhältnisse. Vor allem die pyrotechnischen Untermalungen wussten zu gefallen. Ob man immer alles auf das Feld entsorgen sollte, ist Geschmacksache.

Gegenüber bildeten die wilden und wütenden Bullen eine gemeinsame Front gegen…ja gegen wen eigentlich? Ein völlig sinnentleertes Spruchband wiedermal ihrerseits. Dieser erbärmliche Kinderhaufen konnte auch nicht durch das Entblößen einer Hure glänzen. Die einzige Aufmerksamkeit hatten sie, als 2 junge Violette sich ein Herz nahmen und ihren Dreckslappen entfernten. Wieviel Ehre dieser Haufen hat, zeigte sich dann jedem, in dem sie den Putzfetzen wieder anbrachten. Es ist einfach eine Schande, dass soetwas mit der Stadt Salzburg in Verbindung gebracht wird.

Dies sieht leider nicht jeder so. Nach dem Spiel ging es aufs neue mit den Unschuldsbeteuerungen los. Nein, wer dies und das macht beim Gästeanhang ist garantiert kein Austrianer. Konsequenzen, Beteuerungen, Unschuldsvermutungen…mancher könnte in der Politik eine große Karriere starten. Es nervt einfach, dass man sich für alles immer rechtfertigen muss und da vollkommen auf die Basis vergisst. Unumstritten gab es etliche sinnlose Aktionen, doch wer bestimmt ob diese von Austrianern getätigt wurden oder nicht? Wir sind nunmal kein aalglatter Verein, der nur seinesgleichen heranzüchtet. Man muss sich halt auch mal mit dem Fußvolk beschäftigen um Vorgänge zu verstehen und Lösungswege zu finden. Aber dafür hat man noch ein Jahr Zeit, bis es wieder heißt: R*d B*ll bekämpfen!

Mitgliederversammlung 2011

Am 19.11. war es wieder soweit und der Verein lud zur Mitgliederversammlung in die TriBühne Lehen. Dem Ruf folgten doch etliche Mitglieder und so dürften es schlußendlich etwa 140 Vollmitglieder gewesen sein. Der 19.11. ist leider in den letzten Jahren tragisch behaftet und so wurde eingangs unserem verstorbenen Freund gedacht (Unvergessen!).

Um die Zeit bis zum großen Schnitzelessen zu überbrücken, begann man gleich mit den Tagesordnungspunkten. Den Anfang machte Obmann Walter W., der neben einem Schwank aus seinem Terminkalender und Kritik an Forenbeiträgen auch auf aktuelle RLW-Sitzungen einging. Demnach stellten etliche Vereine Anträge auf Rückerstattung der Sicherheitsausgaben durch Austria Salzburg, Entscheidung ist dahingehend noch nicht gefallen, unsere Standpunkte wurden deponiert. Gleichzeitig kam auch eine neue Idee aus Tirol auf (da diese höchstwahrscheinlich nächstes Jahr nur mehr 3 Teams in der RLW haben werden), indem man die Liga auflöst und eine Mischung aus Landesliga und Play-Off installiert. Abermals dürfte sich der Verantwortliche zu sehr mit seinen Klienten beschäftigt haben.

Neben dem Hinweis, daß wir derzeit auch finanziell nicht profireif sind (etwa nur ein Viertel des Bundesligaminimumbudgets), erfuhr man kaum neues bezüglich Stadion. Derzeit arbeitet man an zwei Lösungen, der interessierte Anhänger hörte selbiges auch schon zu anderen Treffpunkten (Austria).

Im Anschluß kam der Vortrag der sportlichen Leitung, Organisators, Betreuerstab, Trainer etc. in Personalunion. Das letzte Jahr wurde ausgiebigst anhand sämtlicher Ergebnisse resümiert was etliche Smileys zum Vorschein brachte. Die Ehrung der letztjährigen U12 war für die Kleinen sicher ein Höhepunkt, auf einen solchen wartete man in der Rede aber vergebens. Anstatt auf brennende Themen wie den Abgang mehrerer Spieler und Trainer einzugehen, wurde weiter auf die erzielten Tore der U11 hingewiesen. Wenigstens bei der Kampfmannschaft wurde man schlauer, denn das Ziel heuer war anstatt der vielen Unentschieden des Vorjahres lieber auf Sieg oder Niederlage zu spielen.

Neben der U12 wurden auch Ex-Tormanntrainer Huber und Didi Emich geehrt. Emich sprach von einer wüden Zeit und seinen 600 Gehirnströmungen. Applaus. Nach dem Ex-Trainer wurde es dann (Trommelwirbel) spannend. Mittels Videoeinspielung wurde der neue Trainer vorgestellt. Wie in den Medien bereits Anfang der Woche kolportiert, handelt es sich um den Anifer Thomas Hofer. In Salzburg kein unbeschriebenes Blatt, die Erfolge von Anif kann er gerne bei uns wiederholen. Da er sich seit Donnerstag in Ägypten befindet, wurde das Interview aufgezeichnet. Stellt sich die Frage wieso Stöger es dann als notwendig erachtet nach Bekanntwerden des Deals Medien und Fans anzulügen? Noch am Freitag hieß es, es gibt weitere Gespräche mit den restlichen 5 Kandidaten. Aber wenigstens wurde einem klar warum die Trainersuche solange dauerte. Mit jedem Kandidaten (bei immerhin 40) 4 Stunden in der Weissen zu verbringen, das dauert dann schon einmal. Offen ist zudem noch wann Hofer sein Amt antreten wird, das mit Anif noch nichts geklärt wurde. Im besten Fall bereits am 6. Dezember, ansonsten kann man bis in den Sommer warten (wo wir dann hoffentlich noch in der selben Liga sind).

Nach dem sportlichen Zahlenspiel wurde es zahlenmäßig interessanter bei der Budgetpräsentation. Das lachende Smiley wurde leider nicht erreicht, laut Plan soll es aber im nächsten Jahr soweit sein. Was aber auffiel war, daß der Anteil der Sponsoren anstieg und man aus den Mitgliedsbeiträgen nur mehr einen geringen zweistelligen Prozentsatz lukrieren kann. Wenigstens erhielt man eine kostenlose Rechtsaufklärung, wo einem der Vorstand (dieser setzt sich nämlich aus den 6 geforderten Funktionären UND den Beiräten zusammen) und deren Haftung (jedes Vorstandsmitglied haftet persönlich bei Fahrlässigkeit) erklärt wurde.

Wurde bei den Budgetfragen noch relativ schnell weitergegangen (Nachfolger für den scheidenden Geschäftsführer), lies der Bericht der Rechnungsprüfer doch aufhorchen. Hier wurde erstmals auf Ungereimtheiten hingewiesen, welche wohl großteils auf fehlende Kommunikation zurückzuführen sind. Mögen auch manche Punkte rechtlich vertretbar sein, moralisch bleiben sie trotzdem bedenklich. Hier ist ganz klarer Aufholbedarf.

Die Vorstellung der neuen Beiräte ging relativ schnell von statten. Peter Mayer machte einen sichtlich professionellen Eindruck, erstmals erhielt man auch einen klaren Überblick über die Tätigkeitsbereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder. Neben professionellen Strukturen hat er sich auch die nötige Transparenz zum Ziel gesetzt. Man wird ihn hier auf jeden Fall beim Wort nehmen. Neben ihm stoßen auch Heinrich Giglmayer (in Rechtsfragen), Werner Kubis (welcher für die Infrastruktur zuständig sein wird und als Techniker einen ebenso guten Eindruck hinterließ) und Willi Ortmayer (der nicht anwesend war und man somit nur sein Foto betrachten konnte) in den Vorstand. Ausgeschieden sind neben Mr. Christkindlmarkt Wolfgang Haider (wann wurde der eigentlich zuletzt gesehen) auch der Kassier der ersten Stunde Christoph Spannberger (vielen Dank für alles!). Angenommen wurde jeder, man wünscht jedem einzelnen natürlich bestes Gelingen.

Danach wurde es aber hektisch. Im vorliegenden Schriftstück wurde noch wörtlich geschrieben: “…Gerade in Zeiten, in denen nicht alles “eitel Wonne” ist, soll die Mitgliederversammlung aber Ort lebendiger Diskussionen und wichtiger Weichenstellungen sein…“. Anstatt hier aber zum Beispiel die offenen Fragen des Budgets oder gar die sportliche One-Man-Show zu hinterfragen, verlagerte sich die Diskussion eher dahingehend, ob Reis oder Erdäpfelsalat besser zum Schnitzel passen. Schade das man hier recht schnell abgewürgt wurde. Mit der versprochenen Transparenz hat man aber dann doch hoffentlich bald mal wieder die Möglichkeit zur Meinungsdeposition.

Austria Salzburg – FC Hard 1:0

Letztes Heimspiel in diesem Jahr, für viele wohl ein Grund im Anschluß kräftig durchzuatmen. Zu durchwachsen verlief der restliche Herbst und auch heute war keine Besserung in Sicht. Die Austria machte zwar Druck nach vorne, zwingende Chancen kamen nicht dabei raus. Hard tat fürs Spiel überhaupt nichts und konzentrierte sich aufs Kontern. Mit viel Glück blieb uns heute ein Gegentreffer verwehrt.

Die violette Rumpftruppe rackerte brav, über die (namentlich) bekannten Kicker durfte man sich aber trotzdem ärgern. Einige Sternchen sollten vom hohen Ross der Vergangenheit runtersteigen und sich wieder aufs Wesentliche konzentrieren. Ein C. Ronaldo Nachfolger wird mit Sicherheit nicht in Maxglan gesucht und gefunden. So war es der bodenständige Hirsch, der mit einem satten Schuß kurz vor Schluß für die Erlösung sorgte. Unter Mithilfe des mit einem stattlichen Gösser(wobei eher Fohrenburger)-Muskel ausgestatteten Harder Keepers kullerte der Ball in der 83. Minute ins Tor und sorgte für eine langersehnte Jubelkundgebung.

Etwas besser präsentierte sich die Anhängerschaft (wie so oft in den letzten Wochen). Die Parole “Kämpfen+Siegen – Austrianer” samt bengalischer Anfeuerung, sollte den müden Kickern doch wieder Feuer unterm Arsch machen. Doch wie am Feld wollte auch in der Kurve das Feuer nicht so ganz überspringen und so begnügte man sich mit dem RLW-Standardsupport. Während die TGS durch ihr neues Machwerk auf sich aufmerksam machten, zeigte die Unione noch ein Spruchband zur Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes (“Kriminalisiert und überwacht – Rechtsstaat Gute Nacht!”).

Weiters hing heute in Erinnerung an eines der tragischsten Ereignisse der Ultràszene das Konterfeit von Gerhard W. hinter dem Tor. Nächste Woche jährt sich zum fünften Mal der Tag des schlimmen Unfalles. Gerli – Für immer unvergessen!