Wocka Innschbruckch II – Austria Salzburg 1:0

Eigentlich sinnlos Worte für aktuelle Spielberichte zu suchen, denn mit Ausnahme des Neumarkt-Spieles lief alles nach dem selben Schema ab. Sinnloses Herumgedribble, sinnlose Kartenspielereien, sinnlose Gegentore. Seit dem Abgang von Emich hat sich sportlich überhaupt nichts verbessert. Die Mannschaft präsentiert sich regelmäßig in beschämenden Auftritten, irgendwie scheinen die Austria Tugenden der letzten Jahre völlig verflogen zu sein. Es war klar das wir nicht ewig auf Wolke 7 weiterschweben können, doch darf man sich mit einem der teuersten Kader ruhig mehr erwarten. Aber noch hat man ein har(d)es Heimspiel vor sich und die folgende Generalversammlung. Wer weiß in welche Richtung man sich dann entwickelt.

Zu Innsbruck gibts also beim Blick auf das Ergebnis aus sportlicher Sicht auch nicht viel mehr zu sagen. Die jungen Tiroler spielten deutlich schwächer wie letzte Saison, doch wir waren so gastfreundlich und unterboten sie. 2 Rote und etliche Gelbe Karten brachten uns auf den letzten Platz der Fairplaywertung, in der sportlichen Tabelle ist dies (noch) nicht eingetroffen. Erst mit 9 Mann und dem Gegentreffer begann man halbwegs zu spielen, doch fehlt vielen das Herz um mal herausgespielte Chancen zu verwerten.

Wenn die Mannschaft schon nicht glänzt dann müssen die Fans eben für Akzente sorgen. Etwa 600 Violette versammelten sich im leeren Tivoli Stadion. Vor dem Spiel war die örtliche Polizei achtsamer wie letztes Jahr und so wurde jeder aus dem Täterbild “Männlich, über 16, violett” notiert. Laut Polizeibericht erwischte es 54 Personen, eine Gleichstellungskomission müsste hier die Frauenquote überprüfen. Nun ja, Innsbrucker waren sowieso in Wien oder in ihrem Bau, folglich gab es keinerlei Vorkomnisse.

Das Stadion war heute ähnlich verwaist, weder Bar noch Toilette waren geöffnet. Auch auf die Eintrittskarten wurde heute verzichtet und so musste der Tombola-Losblock herhalten. Scheint fast so als ob man sich wieder V.erK.alkulierte und der Sparstift angesetzt wurde. Nicht gespart wurde auf violetter Seite bei der Pyrotechnik. Zur Halbzeit wurde man gut 10 Jahre zurückgeworfen und es wurde sich wie zu glorreichen Fanzeiten präsentiert. Böller, Rauch, Bengalen, emotionale Fangesänge … so hielt sich zumindest ein Teil der Violetten an seine Tugenden. Stimmung war in Hälfte 2 doch ganz ordentlich, auch wenn Schützei mit seinen Geographiekenntnissen wohl kein Universitätsprofessor mehr werden wird.

Die Tivoli Nord war mit etwa 50 Leuten gefüllt. Auf Grund der hohen Tonlage konnte man sie auch kurz vernehmen. Nach der Frage, warum sie denn nicht in Wien seien, wurde es aber wieder leiser. Nach dem Schlußpfiff hieß es für sie rasch nach Hause, waren wohl die Hausaufgaben für Montag noch nicht erledigt.

Austria Salzburg – WSG Wattens 0:1

Abstiegsfrust statt Aufstiegskampf!

Viel mehr kann man derzeit nicht mehr sagen. Die Statistik sagt alles über die aktuelle Situation. Es läuft einfach gar nichts zusammen, bis auf ein paar gute Situationen in jedem Spiel (damit man nach dem Spiel von Pech und einer ansonsten guten Leistung sprechen kann), ist es derzeit nicht zum Anschauen.

Die Stimmung auf den Rängen war für die gezeigten Leistungen am Feld ganz ordentlich. Nach dem Spiel wurde das Team artig verabschiedet und irgendwie scheint es als ob von einer Krise nichts zu merken ist.

Nächste Woche geht es nach Neumarkt, gegen die man letzte Saison in beiden Spielen keinen Sieg einfahren konnte. Deren Truppe ist heuer zudem wesentlich stärker wie letztes Jahr. Der pessimistische Anhänger kann sich daher schon eine Flasche Magenbitter zum Frustsaufen mitnehmen. Aber vielleicht macht sich das wochenlange gute Training endlich mal nicht nur in den Interviews bemerkbar?

Austria Salzburg – USK Anif 1:3

Erstes Heimspiel nach der Ära Emich und das gleich gegen Tabellenführer Anif. Einerseits ein Gegner den man diese Saison schon im ÖFB-Pokal schlug, andererseits alles andere als ein Aufbaugegner.

Die Unione gab sich trotzdem kämpferisch und forderte die Rückeroberung der Festung Maxglan. Untermalt von Überziehern im Balkenmustern und Fahnen gab es eine nette Einstimmung auf den heutigen Kick ab. Die Stimmung war dann ähnlich und für die aktuelle Situation ordentlich.

Am Feld merkte man eine Steigerung zu den letzten Partien und man sah doch den ein oder anderen wieder kämpfen. Wirklich zählbares kam aber trotzdem nicht raus, technisch dümpelt man derzeit sowieso irgendwo umher. Besonders beim Anspielen des Stürmers ging vieles ins Nirvana. Nach dem Rückstand fiel man wieder in alte Gebrauchsmuster zurück. Das 0:2 ließ bereits Böses ahnen, doch dann nahm sich Federer in der 53. Minute endlich ein Herz und erzielte den Anschlusstreffer. In der Folge wurde die Austria stärker, Federer war es abermals der zum vermeintlichen Ausgleich traf. Nach schöner Einzelaktion entschied der schwache Schiedsrichter zum Unmut des violetten Anhangs auf Foul. Chancen auf den Ausgleich waren danach noch einige vorhanden, speziell zum Schluß durchaus verdient, aber es sollte nicht sein. Das 1:3 war danach auch schon egal.

Die Stimmung auf den Rängen war heute entspannter wie zuletzt, sah man doch eine zumindest teilweise kämpferische Austria. Zeit für Folklore und Aufbruchstimmung ist aber noch nicht. Eine wirkliche Chance auf den Sieg hatte man nicht wirklich. Es gibt noch viel zu tun für Interimstrainer Stöger und Co Rottensteiner. Die Rückkehr zu einem ehrlichen Fußball aus den Anfangsjahren wäre schonmal etwas. Dieses Herumgetrickse und “Balli ins Tor”-Tragen mag zwar nett sein, allerdings sollte es auch gekonnt werden.

FC Pinzgau/Saalfelden – Austria Salzburg 2:0

… oder die Geschichte von Keili und Böörnd!

Spiel 1 nach dem Abgang von Didi Emich und dies gleich auswärts gegen den Aufsteiger aus dem Pinzgau. Die letzte Partie in Saalfelden endete mit Auflösungsgekreische und Weltuntergangsstimmung, zwei Jahre später sollte der Anschluss im Kampf um den Aufstieg ins Profigeschäft wiedergefunden werden.

Das Interesse an der Austria war diesmal sichtlich geringer. Fraglich ob es an den Hindernissen bei der Anfahrt lag (Rindviecher wohin man blickte) oder einfach Frust ob der beschissenen Leistungen. Jene die es nach Saalfelden schafften, wurden schon freudigst von einer Vielzahl Einsatzeinheiten erwartet. Da es aber gesittet wie immer zuging, durften sie sich aber weiterhin ihren Hunden hingeben (auch was schönes, in manchen Ländern muss man für soetwas bezahlen).

Eingangskontrollen heute Marke schwachsinnig. Gleich zweimal durfte man sein Inventar vorweisen, Wurfgeschoße abgeben und dann bei der Gastro volle PET-Flaschen kaufen. Die Schildbürger sind bekanntlich im Westen kein Märchen.

Im Austria Sektor versammelten sich etwa 3-400 Violette, verteilt über die gesamte Gerade. Jede Fangruppe zeigte zu Beginn Fahnen, wirklich Stimmung kam aber meist nur im Umfeld der Unione auf. Wirklich Motivierte hielten sich aber auch dort im überschaubaren Rahmen.

Die Mannschaft tat das ihrige und spielte wie die Wochen zuvor. Die erste Hälfte plätscherte eher vor sich hin, Chancen waren hüben wie drüben Mangelware. Kurz vor der Pause gabs dann anstatt des üblichen Gegentores Gelb-Rot für Kircher. Mal etwas neues, wenngleich auch nicht sinnvoller. Hälfte 2 folgte das Unvermeidbare und nach einem strittigen Elfmeter stand es 1:0 für die Heimischen. Damit war es um unsere Truppe geschehen und es gelang nichts zählbares mehr. Der Aufsteiger war in jeder Aktion um einen Schritt schneller. Unsere “Stars” beschränkten sich eher auf Frustfouls und Herummotzen. Das 0:2 war die logische Folge, anstelle eines dritten Gegentreffers gab es dann aber eine zweite Rote. Einige Spieler zeigten bessere Leistungen wie zuletzt, der Kampfgeist dürfte aber immer noch auf Sommerurlaub sein. Nach den letzten Leistungen darf die Frage nach der Richtigkeit unserer Transferpolitik auch nicht mehr ausgeklammert werden. Ein Startorwart, der nichts fängt und ein Starstürmer, der nicht trifft, sind nicht gerade gute Argumente.

Aber wieder zurück zum Spiel. Sportlich waren die Erwartungen sowieso nicht sehr hoch, also war man eher auf das Umfeld fixiert. Es zeigte sich das die Pinzgauer schneller mit dem Almabtrieb waren als die Bayern, denn sammelten sich in der Bürgerau so manche Rindviecher. War das Einfliegen des Matchballes mittels ferngesteuerten Flugobjektes noch witzig, konnte man über den Platzsprecher nur den Kopf schütteln. Der schrie sich in Extase (wer weiß was in der Sprecherkabine so vor sich ging) und steckte Trainer Rottenspacher an, der sich danach auf der Tribüne wiederfand. Schiri Struz (Flasche leer!) zeigte seine ablehnende Haltung gegen die Austria, sein Kollege an der Linie offenbarte seine Bierallergie und lies die Ordnungskräfte aufmarschieren. Weitere Hirnederl versteckten sich in weiser Voraussicht unter ihren Helmen. Leider Gottes zeigten sich die violetten Anhänger als Spielverderber und hielten sich zurück, reichte doch der Anblick einer beraden Horde Helmträger, die sich auf einen einzelnen Flitzer stürzte. Die anatolische Jugend hatte nach dem Spiel noch ihren Auftritt vor dem Gästesektor, eine gesunde Watsche wäre aber bei unserem Ruf falsch aufgefasst worden und hätte wohl wieder den Ruf nach einem Antira-Projekt laut werden lassen.

Sei es drum, der Aufstieg wurde verspielt und so kann man sich immerhin auf den Landespokal konzentrieren (ob mit der 1b oder nicht, ist im derzeitigen Zustand auch schon wurscht). Einzig die Frage nach dem neuen Trainer kann demnächst die Gemüter erregen, wird sie doch weisen ob man in Richtung Gaudi oder Professionalität gehen will.

SC Bregenz – Austria Salzburg 4:0

Auswärtsspiele in Vorarlberg (speziell in Bregenz) versprechen immer ereignisreich zu werden. Nach den Auswärtsniederlagen in Hard und St. Johann war man zudem gespannt ob der Auswärtsfluch (den es natürlich nicht gibt) abgelegt werden kann. Doch alles der Reihe nach:

Über Facebook luden die Stierwascher zu ihrer 16-Jahres-Jubiläumsfahrt mit der Deutschen Bahn. Dem Aufruf folgten etwa 40 Personen. Dazu kamen jeweils Busse von Union und Fraternite, sowie einige Privatfahrer (Bahn, Auto). Alles in allem dürften es wohl so 250 Gestalten im Gästesektor gewesen sein. Da unsere Mannschaft es nicht zusammenbrachte rechtzeitig einzutreffen begann das Spiel mit 20 minütiger Verspätung. Zeit genug für die Ordnungskräfte um ausgiebig zu filzen und sämtliche Feuerzeuge einzukassieren. Immerhin konnte man es gegen Zündhölzer umtauschen. Eine noble Geste. Ansonsten war natürlich das Stadion altbekannt, einzig der Standort der Heimfans ändert sich laufend. Diesmal versammelten sich die 5 Bregenzer Hansln auf selber Höhe in der anderen Kurve. Bemerkbar wurden sie auch dort nur durch ihre 2 Fahnen. Es ist echt verwunderlich, daß die Kameraden gegen Lustenau oder sonstige Kinderkurven was auf die Beine stellen und die Starken markieren, gegen Salzburg aber dann immer irgendwelche anderen Dinge wichtiger sind (Ausnahmen gibt es natürlich, doch diese sind mittlerweile sehr rar).

Im Gegensatz zu ihren Fans gibt deren Fußballtruppe gegen uns immer Gas und schickte uns in der Vergangenheit desöfteren mit einem ordentlichen Tragerl heim. Heute sah es ausnahmsweise gut aus. Bis kurz vor der Pause war die Austria die spielbestimmende Mannschaft. Leider spielte man auch heute wieder vor dem Tor wie zuletzt und der Torerfolg blieb aus. In der 41. Minute sorge Ali Baba(c) für den Anfang vom Ende. Die Austria spielte unverändert offensiv weiter, die Abwehr wurde immer schwächer. Obwohl in Überzahl kamen die Bregenzer Offensivkräfte regelmäßig zum Schuß. Nach 53 Minuten stand es 3:0, der ein oder andere reklamierte fehlende Abseitsentscheidungen (zurecht), doch im Endeffekt war dies auch schon egal. Die Austria agierte wie in jedem Auswärtsspiel völlig planlos. Das Spielsystem blieb über die gesamte Spielzeit unverändert, auf Teufel komm raus wird nach vor getrickselt. Bis auf einen Weitschuß an die Querlatte kam dabei überhaupt nichts raus.

Nachdem es am Feld wenig sehenswertes gab, widmete man sich lieber dem eigenen Auftritt. Der war trotz der hohen Temperaturen sehr ansprechend. Leider dürften die hohen Temperaturen einigen Trikotträgern (oder war es doch der Geburtstagsprosecco?) zu Kopf gestiegen sein und man begann die eigenen Fans anzupöbeln. Dies wurde dann aber recht unkonventionell gelöst, sodass sich die Ordnungskräfte doch eher Feuerlöschversuchen widmen konnten. Alles in allem blieb es aber heute richtig zivilisiert, bis auf eine Handvoll Bengalen und 1-2 Böller konnte nichts beanstandet werden. Trotzdem schafften wir es wieder mit negativen Schlagzeilen in die Medien (wiedererwarten nicht wegen der beschissenen Mannschaftsleistung): Nicht nur manchem Violetten ging das Getue einiger Geburtstagskinder am Anus, auch Fahrgäste fühlten sich belästigt und so wurden diese von der Staatsmacht zur Räson gebracht. Bleibt zu hoffen das so manches Gesicht erst wieder zur nächsten Feier auftaucht, denn Stänkerer und Unruhestifter braucht die Austria am wenigsten.

Was die Austria braucht, wäre mal ein ordentliches Konzept für Auswärtsspiele. Man muss nicht immer auf “Teufel komm raus” losstürmen und sich eine Niederlage nach der anderen einfangen. Ein 0:0 bringt uns 10mal weiter, wie die x-te Niederlage (für die Statistikfreunde: 3 Siege, 6 Unentschieden, 12 Niederlagen). Dafür bedarf es aber auch den richtigen Personen bzw. diejenigen, die glauben sie sind die richtigen, sollten ihre Beratungsresistenz ablegen und endlich die Augen aufmachen!

SV Austria Salzburg – SV Seekirchen 5:0

Eine doch recht aufregende Woche ging mit einem glatten Heimerfolg zu Ende. Der erste Erfolg konnte bereits Freitag mittag gefeiert werden, als die “Voting”süchtigen unter uns Alex Trappl zum beliebtesten Amateurfußballer Österreichs hievten. Trotz harter Konkurrenz aus Schwechat, unterstützt vom langen Elend aus Klessheim, erreichte Alex über 3000 Stimmen mehr. Man kann von solchen Wahlen halten was man will, objektiv sind sie garantiert nie, trotzdem ein netter Erfolg für den längstdienenden Austrianer. Gleichzeitig wurde er auch von Trainer Emich für die Startaufstellung eingesetzt, Martin Eisl erhielt nach seinen Patzern in St. Johann eine Nachdenkpause.

Wenig Zeit zum Nachdenken hatte unsere Länderspielfraktion. Einige schafften es teilweise direkt zum Anpfiff heimzukommen. Das violette Salzburg (dürfte wohl mit Abstand die größte Anhängerschaft oben gewesen sein) sah eine inferiore österreichische Nationalmannschaft. Das Ergebnis war halb so wild, erwischte es uns doch letzte Woche in ähnlicherweise. Aus diversen Erzählungen hörte man nette Anekdoten aus der BRD, diese sollten allerdings von Anwesenden weitergetragen werden.

Der heutige Gegner Seekirchen zählt zum unteren Tabellendrittel und sollte eigentlich keine Schwierigkeit darstellen. So war es dann auch und man marschierte locker über ungefährliche Seekirchner drüber. Jetzt gilt es diese Leistungen auch auswärts zu bestätigen.

Ebenso ordentlich wie am Felde präsentierte sich die Kurve. Obwohl wie oben erwähnt etliche geschlaucht vom Vortag waren, wurde gut durchgesungen und ein solider Auftritt hingelegt. Damit dies auch in Zukunft weiter gelingt, wird im Hintergrund fleißig an Nachwuchs gebastelt. Diesmal war unser 2. Vorsänger an der Reihe und es wird ihm und seiner Familie auf diesem Weg alles Gute gewünscht!

TSV St. Johann – SV Austria Salzburg 6:3

Nach einer aufgezwungenen Heimspielserie ging es wieder auswärts. Die erste Auswärtspartie in Hard ging bekanntlich verloren, auch im Vorjahr glänzte man kaum in der Fremde. Doch Trainer Emich hat das Wort Auswärtsschwäche nicht in seinem Wortschatz wie er donnerstags mitteilte. Wichtiger sei aber sowieso alle Heimspiele zu gewinnen. Nun ja, wenn es so weitergeht wird uns nichts anderes übrig bleiben, denn sonst ist das Thema Aufstieg schnell wieder zu den Akten gelegt.

Das Wetter am Spieltag hätte schlechter nicht sein können. Hatte es am Vortag noch weit über 30 Grad und man hoffte sich beim Spiel die Sonne auf die Bierwampe scheinen zu lassen, wurde man mal wieder enttäuscht. Temperaturabfall von 20 Grad und strömender Regen. Ideale Voraussetzungen also. Während die meisten eine Anreise mit Autos bevorzugten, wählten etwa 40 Violette die S-Bahn. Ohne Vorkomnisse kam man eine Stunde später an. Vor Ort folgte die Aufteilung zur Nahrungsaufnahme, die besonders Durstigen fielen in ansäßigen Beisln ein, während die Sparfüchse den örtlichen Supermarkt aufsuchten.

Der Marsch zur Speedway-Bahn verlief ohne Vorkomnisse. Sah man beim ersten Auftritt in St. Johann (zu PSV Zeiten) noch jede Menge Kulturbereicherer vor ihren Lokalen und bayrischen Fahrzeugen, so waren diesmal wohl die Hunderennen interessanter. Auch beim Platz waren die Ordner- und Polizeihorden vom letzten Mal nicht zu sehen und man kam rasch auf die zugeteilte Wiese bzw. wenn man schnell war noch einen Platz unter der angrenzenden Jagdhütte. Die Zahl der Auswärtsfahrer pendelte sich heute wohl bei 300 ein, ob das Wetter oder mangelndes Interesse wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Wie bereits erwähnt hatte der Wettergott kein Einsehen und es schiffte aus Kübeln. Durchnässt und teilweise gefroren ist es also unser Gutes Recht einzuheizen und so hantierte man neben Rauchartikeln auch mit Bengalen und Breslauern. Anscheinend ist im Pongau wetterfeste Kleidung weit verbreitet, denn diesen wurde es zu heiß und beschränkten sich mit dem Löschen. Das in Käffern hinz und kunz bei der Feuerwehr sind, zeigten die Kicker von St. Johann. Diese legten nämlich wie ebendiese los und führten nach 10 Minuten mit 2 Toren. Die Anhängerschaft befürchtete Böses und musste recht behalten: 1:3 Rückstand zur Pause gegen “harmlose” St. Johanner. In Hälfte zwei sah es dann nicht besser aus und schlußendlich bekam man 6 Trümmer, 2 1/2 davon gingen auf die Kappe unseres Torwartes. Doch nicht nur diesem sind Fehler vorzuwerfen. Trainer Pepe Emich setzte bei strömenden Regen und irregulären Platzverhältnissen (zumindest an den Außenlinien) weiter auf sein Tiki-Kaka-System, welches 5 Hakentricks, 3 Fersler und den Torabschluß mittels Purzelbaum vorsieht. Unlängst im Lepi hat dies noch hingehauen, schade auch.

Die Anhänger präsentierten sich ähnlich wie die Mannschaft, waren aber noch 2 Klassen besser. Spielhälfte 1 wurde durchgesungen, danach machte sich Lethargie breit und man beschränkte sich auf gelegentliche Zurufe. Einzig zum Schluß hin, als man den Tag Revue passieren ließ wurde es nochmals lauter:

I wanna go home, I wanna go home – this is the worst trip, I´ve ever been on!