Chelsea-Juventus + Tottenham-Lazio (19.+20.9.2012)

Spontan ging es diesmal nach London um gleich zwei Duelle zwischen Teams von der Insel und vom Stiefel zu sehen. Hauptaugenmerk lag natürlich bei Spurs gegen Lazio. Kartenmäßig war es diesmal ein wenig anstrengender. Chelsea gab es nur 2 Tickets pro Member, also mal wieder irgendwie Mitglied werden. Kartenpreise dafür human und für alle Sektoren gleich (mit dem bekannten Trick lässt sich noch mehr sparen, wir verzichteten darauf). Für Tottenham wollte man Karten für den Gästesektor, diese gab es allerdings nur in Rom. Dank einiger Lazio-Supporter erhielt man diese auch (wie sich aber herausstellte für einen zusätzlichen SSL-Sektor auf der Haupttribüne).

London ist mittlerweile schon bekannt, daher wollte man neue Gegenden kennenlernen und nächtige in Leyton. Dort dürften auch schon unsere Freunde vom Collettivo IncUdine abgestiegen sein, etliche Aufkleber wiesen darauf hin. Nach kurzem Shopping im Westfield Stratford (nebenbei werden gerade die Olympia-Stadien abgebaut) ging es schon raus zur Stamford Bridge. Massig Leute liefen herum, allerdings typische Touristenatmosphäre. Also rein ins Stadion. Das füllte sich bis zum Ankick komplett. Darunter auch etwa 1000 Juve-Tifosi, die sich spärlich bemerkbar machten. Chelsea bejubelte den CL-Pokal (“The Champions of Europe”), das war es dann aber auch schon wieder mit der Lautstärke. Spiel plätscherte vor sich hin, der späte Ausgleich sorgte wenigstens für Spannung. Stimmungsmäßig aber hüben wie drüben nicht das Gelbe vom Ei. Stamford Bridge ist an sich ein nettes Stadion, die Sicht auf das Feld war auch von unseren Plätzen Spitze. Viel mehr gibts aber gar nicht zu sagen.

Nach kurzem Sightseeing ging es retour nach East London. Natürlich komplett verlaufen und so war man erst weit nach Mitternacht in der Hapfen. Am nächsten Tag das obligatorische Shopping und die Kartenabholung am Trafalgar Square. Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich die ersten Biancoceleste ein. Dabei wurde man Zeuge wie man in England mit Sandlern umgeht. Das monatliche Bad in der Fontäne wurde unsanft von Securities beendet. Bei uns hätte man ihm wohl eher eine Wohnung angeboten. Wir müssten retour ins Hotel um rechtzeitig um 16 Uhr beim Curva Nord Treffpunkt bei der Liverpool Street zu sein. Nach und nach trudelten immer mehr Römer ein und es wurde lautstark supportet. Vor allem das Singen im Bahnhof wusste zu gefallen. Einige Yids machten sich durch nervendes “Yid-Army” Geheul bemerkbar, nach lautstarken “ICF” Rufen inkl. Präsentation der zugehörenden Fahne (samt Leuten) waren sie aber wieder ruhig. Mit der Bahn inkl. Riot Police Begleitung ging es raus nach Tottenham. Eine Gegend ganz nach dem Geschmack der Römer und so begrüßten sie die Anwohner herzlich. Natürlich gab es rund ums Stadion nichts zu trinken. Als Österreicher war es aber kein Problem ins angrenzende Tottenham Pub zu kommen. Dort war man doch über die Anzahl überrascht. Sicherlich 300 Tottenham Supporter tranken gemütlich ihr Pint und schauten in Ruhe Bern-Liverpool. Draußen marschierten etliche Gruppen Italiener (inkl. Freunde von West Ham) rum, man machte aber keine Anstalten etwas dagegen zu unternehmen.

Das Stadion wie auch am Tag zuvor ziemlich geil. Stimmungsmäßig war Tottenham aber ähnlich wie Chelsea. 2-3 laute Rufe, ansonsten sitzen und zuschauen. Ganz anders aber die Laziali. Feiner Support, der aber nicht jedem gefiel und so dürften sie ziemlich sicher eine Strafe seitens der UEFA bekommen. Lautstärke und Melodie passten aber im Gegensatz zu Juve hervorragend. Das Spiel am Feld war dagegen ein Langweiler. So sah man sich im Stadion etwas um. Leider passten die Ordner genau auf, dass niemand Richtung Gästesektor vorstieß. So haute man sich einen Pie rein und machte die Sitzplätze wieder unsicher. Viel tat sich auch hier nicht mehr. Das interessanteste war noch wie schnell sich das Stadion leerte (keine 5 Minuten). Wir machten uns am Weg zum Gästesektor und marschierten dann wieder mit dem Corteo retour. Tottenham ließ sich nur aus der Ferne blicken und so gabs nur kurze Stoßereien mit den Cops. Alles in allem war es aber um vieles besser wie tags zuvor.

Freitag machte sich dann die meiste Hektik vor den diversen Apple Stores breit. Während in Österreich auf den Bahnhöfen gebettelt wird,stellt sich selbes Klientel in London ums iphone5 an. Skurrile Welt.

Damit war der Ausflug auch schon zu Ende. Wie nach jedem England Ausflug schwört man sich, sicher nicht mehr, aber im Endeffekt landet man immer wieder drüben. Wem es gefällt…

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